Fotos von der Hamburger Speicherstadt, HafenCity und dem Hafen
Am 2.1.2008 haben Sebi und ich mal wieder Wind und Wetter getrotzt und sind auf Fototour gegangen. Diesesmal fanden wir unsere Motive in der Hamburger Speicherstadt nebst HafenCity, dem Hafen in Höhe des Fischmarkts und dem Freihafen.
Trotz zeitweisem Hagel, Schnee und der Eiseskälte, sowie den damit ursächlich in Zusammenhang stehenden abgefrorenden Gliedmassen, haben wir ein paar verwertbare Fotos geschossen.
Für mich war das Voranschreiten des Bauvorhabens “HafenCity” besonders interessant, da ich aufgrund meiner Auslandsaufenthalte dieses Projekt nur in den Medien verfolgt habe. Aber auch in der alten Speicherstadt hat sich viel getan; im Gegensatz zu meinen Besuchen in der Speicherstadt als Jugendliche hat sich das Viertel von einer urigen, etwas maroden und bis auf alteingesessene Händler eher einsamen Gegend in ein touristisch voll erschlossenes Insider- und Szenegebiet gewandelt. Theater, Museen, Ausstellungen, Verlage und grosse Bürogebäude wie das “Hanseatic Trade Center” ziehen Menschenmassen an, Parkplätze findet man nur in den grossen und entsprechend teuren Parkhäusern. Die HafenCity als Europas größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt wird die heutige Hamburger Innenstadt in ca. 20 Jahren um 40 Prozent erweitern liest man auf der offiziellen Informationsseite Hafencity.com. 5.500 Wohnungen für 12.000 Einwohner sowie 40.000 Arbeitsplätze sollen hier entstehen, schon dieses Jahr wird die HafenCity ihren offiziellen Titel als vollwertiger Hamburger Stadtteil tragen dürfen. Die Entwicklung ist rasant und soll eine Vorbildfunktion für die “europäischen Stadt des 21. Jahrhunderts” sein. Ich als Hamburgerin bin schon ein wenig stolz auf dieses Projekt und vor allem gespannt, wie es sich und Hamburg verändert.
Zum Einkehren bietet sich wohl zu jeder Jahreszeit, zum Aufwärmen im Winter aber besonders, die vom Gault Millau empfohlene, ebenfalls in der historischen Speicherstadt gelegene Kaffeerösterei an. Zwischen Röstanlagen, Fabrikladen, Kaffeesäcken aus Übersee und Mühlen findet sich das 250 m² grosse Café, zur Wasserseite haben die Tische natürlich Blick auf den Fleet inklusive. Empfehlenswert befanden wir nicht nur die sorgfältig zubereiteten Kaffees, sondern auch die im Hause selbstgebackenen Kuchen. Interessante Informationen über die Kaffeerösterei, ein Kaffeelexicon und einen Online-Shop findet man auf der Homepage der Kaffeerösterei in der Speicherstadt.
Nach dieser exquisiten kulinarischen Erfahrung führte uns unser Weg vorbei an den Landungsbrücken und durch die Hafenstrasse zum Fährterminal.
Dort wo früher die Englandfähre abgelegt hat, wurde mitten in der Elbe das vom Hamburger Star-Architekten Hadi Teherani entworfene “Dockland” gebaut.
Dieser Glaspalast in Form eines Schiffes ist Nachts hell erleuchtet und bietet ein aussergewöhnliches Fotomotiv. Die versetzten und beleuchteten Etagen bilden eine Leiter in den Hamburger Nachthimmel; die Treppen kann man auch real begehen, von der Plattform hat man einen exzellten Blick über den Hafen und auf das Containerterminal Waltershof sowie die blauen “Eier” vom Hauptklärwerk.
Weiter ging es in den Freihafen und zum Hafentheater Hamburg wo das Broadwaymusical “König der Löwen” stattfindet.
Nach dieser Art von Entertainment stand uns allerdings nicht der Sinn, stattdessen fotografierten wir das Panorama der beleuchteten City von einem Plateau gegenüber den Landungsbrücken, zwischen Fährkanal und Hafentheater aus.
Ausgehungert und durchgefroren machten wir uns durch den alten Elbtunnel auf den Weg zurück in die Stadt wo wir im Restaurant “Tibet” einkehrten. Hier werden in gemütlicher und herzlicher Atmosphäre Gerichte aus den Himalaya-Regionen Tibet, Nepal und Indien frisch zubereitet. Wer die Möglichkeit hat eines der beiden Tibet-Restaurants der Betreiber Phupu und Palden in Hamburg zu besuchen, hat meine Empfehlung. Die von mir getesteten Gerichte waren wirklich aussergewöhnlich und lecker obwohl ich die in der tibetischen Küche verwandten Gewürze zum Teil recht gewöhnungsbedürftig empfand. Leider konnte mir der Chef des Hauses die Namen der Gewürze nicht ins deutsche übersetzen.
Die von mir veröffentlichten Fotos finden sich wie immer unter ebmoli.com/hamburg











